5. Blue Table Cup – Roger Hohl im Tunnel – und dann kam dieser letzte Ball… 😄

5. Blue Table Cup – Roger Hohl im Tunnel – und dann kam dieser letzte Ball… 😄

02/06/2026 Aus Von Norbert

Der 5. Blue Table Cup hatte alles, was diese Turnierserie so beliebt macht: starke Leistungen, spannende Duelle, Überraschungen, beste Stimmung und am Ende einen Sieger, der an diesem Tag schlichtweg nicht zu stoppen war.

Roger Hohl sicherte sich den Turniersieg und spielte sich dabei nahezu fehlerfrei durch das Feld. Im Finale traf er auf den bis dahin ebenfalls hervorragend aufgelegten Patrick Rohner, der während des gesamten Turniers einen beeindruckenden Lauf zeigte. Doch ausgerechnet im Endspiel fand Patrick nicht mehr ganz zu seiner gewohnten Sicherheit.

Roger fasste es nach dem Finale treffend zusammen:

„Patrick konnte nicht an seinen guten Lauf durch das ganze Turnier anschließen, da ich beinahe fehlerfrei eine Partie nach der anderen heruntergespielt habe. Mit zwei Fehlern hat Pädi nicht viel falsch gemacht.“

Und dennoch hatte das Finale noch eine Szene parat, die wohl noch länger für Schmunzeln sorgen wird.

Denn nachdem Roger das Match praktisch schon in trockenen Tüchern hatte, wollte ausgerechnet der letzte entscheidende Ball nicht mehr fallen. Nach einem Foul übernahm kurzerhand Patrick Rohner selbst den letzten Ball, versenkte ihn und gratulierte seinem Freund zum Turniersieg. Fair Play auf höchstem Niveau – und vermutlich eine der ungewöhnlichsten Matchbälle der bisherigen Blue-Table-Cup-Geschichte.

Auf den dritten Plätzen landeten erneut Richard De Guzman und Suphi Yalman. Beide zeigten bei sommerlichen Temperaturen einmal mehr großartiges Billard, scheiterten jedoch erneut knapp am Finaleinzug. Die Form stimmt, der nächste große Wurf scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Für eine der schönsten Geschichten des Tages sorgte allerdings ein bislang weitgehend unbekannter Name: Abdulhammed Al Dabbagh. Der Neuling beeindruckte mit starken Auftritten, großem Kampfgeist und einigen sehenswerten Partien. Wer ihn bisher nicht auf dem Zettel hatte, dürfte sich seinen Namen spätestens jetzt merken. Eine wirklich starke Leistung – Bravo!

Ein besonderes Lob geht auch an Turnierleiter Jürgen Reis, der den gesamten Turniertag gewohnt souverän, ruhig und professionell über die Bühne brachte. Keine Hektik, keine Diskussionen, keine Probleme – genau so stellt man sich eine perfekte Turnierleitung vor.

Der Blue Table Cup bleibt damit seiner Linie treu: starke Spieler, tolle Atmosphäre und immer wieder Geschichten, die man nicht planen kann. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe.

Bis zum Blue Table Cup #6 – wenn wieder um Punkte, Prestige und vielleicht den kuriosesten Matchball des Jahres gespielt wird!